Drohnen-Registrierung: Betreibernummer, eID und Fristen 2026
Wer eine Drohne mit mindestens 250 Gramm Abflugmasse oder mit einer Kamera fliegt, braucht in Deutschland eine Registrierung als Betreiber. Die Pflicht gilt seit Ende 2020 und folgt der EU-Drohnenverordnung. Aus der Registrierung entsteht eine Betreibernummer, die im gesamten EU-Raum anerkannt wird. Wer sie einmal besitzt, kann dieselbe Kennzeichnung zu Hause und im Urlaub in Spanien oder Frankreich verwenden.
Zuständig ist das Luftfahrt-Bundesamt, das die Registrierung über ein Online-Portal abwickelt. Dort gibst du Name, Anschrift und Kontaktdaten an und erhältst anschließend eine Nummer, die häufig als eID bezeichnet wird. Diese Nummer gilt für dich als Person und nicht für ein einzelnes Gerät. Deshalb genügt eine Registrierung, auch wenn du mehrere Drohnen besitzt.
Die Registrierung ersetzt keine Schulung. Sie sagt nur, wer verantwortlich ist, wenn die Drohne startet. Der Kompetenznachweis und die Registrierung sind zwei getrennte Dinge, und beide werden bei Kontrollen regelmäßig gemeinsam geprüft. Wer nur eines von beiden vorweisen kann, steht nicht auf der sicheren Seite.
Wer sich registrieren lassen muss
Die Registrierungspflicht trifft jeden Betreiber und nicht nur den Piloten. Betreiber ist, wer die Drohne verantwortlich einsetzt, also auch der Chef, der eine Firmendrohne an einen Angestellten übergibt. Eine Ausnahme gilt für sehr leichte Geräte unter 250 Gramm, die keine Kamera und keinen anderen Sensor tragen. Sobald jedoch eine Kamera an Bord ist, greift die Pflicht auch bei kleinen Spielzeugdrohnen, weil damit personenbezogene Daten erfasst werden können.
Für Jugendliche gibt es ebenfalls Regeln. Eine Registrierung setzt ein Mindestmaß an Verantwortung voraus, deshalb liegt das Mindestalter in Deutschland bei 16 Jahren. Jüngere Piloten brauchen eine erwachsene Person als Betreiber, die die Registrierung übernimmt und die Aufsicht führt. In der Praxis ist das die häufigste Konstellation, wenn ein Kind eine kleine Drohne mit Kamera geschenkt bekommt.
So läuft die Registrierung Schritt für Schritt
Der Ablauf ist online und in wenigen Minuten erledigt. Du öffnest das Portal des Luftfahrt-Bundesamtes, legst ein Konto an und bestätigst deine E-Mail-Adresse. Danach gibst du die persönlichen Daten ein und wählst aus, ob du die Drohne privat oder gewerblich betreibst. Nach dem Absenden erhältst du die Betreibernummer, die du sofort verwenden darfst.
Wichtig ist die Genauigkeit der Angaben. Eine falsche Anschrift führt dazu, dass dich Behörden im Zweifel nicht erreichen können, und genau das soll die Registrierung verhindern. Änderungen an Name, Anschrift oder E-Mail musst du kurzfristig nachtragen, damit die Eintragung ihre Gültigkeit behält. Ein Vorteil der EU-Lösung ist, dass du dich nicht in jedem Urlaubsland neu anmelden musst, solange du dieselbe Nummer mitführst.
| Schritt | Was zu tun ist | Wichtig |
|---|---|---|
| Konto anlegen | Portal des Luftfahrt-Bundesamtes öffnen und E-Mail bestätigen | Zugangsdaten sicher speichern |
| Daten eingeben | Name, Anschrift und Kontaktdaten eintragen | Anschrift muss aktuell sein |
| Nutzung wählen | private oder gewerbliche Nutzung angeben | falsche Angabe kann teuer werden |
| Nummer erhalten | Betreibernummer notieren und sichern | gilt in der gesamten EU |
| Kennzeichnen | Nummer lesbar am Fluggerät anbringen | auch bei mehreren Drohnen nötig |
Die Betreibernummer richtig anbringen
Die Nummer gehört an jedes Fluggerät, das du betreibst. Erlaubt ist ein wetterfester Aufkleber, eine Gravur oder ein zugängliches Fach, das ohne Werkzeug geöffnet werden kann. Entscheidend ist die Lesbarkeit, denn ein verblasster oder überklebter Aufdruck zählt bei einer Kontrolle nicht. Ideal ist eine Stelle, die seitlich am Rumpf sofort auffällt.
Zusätzlich senden moderne Drohnen die Betreiberdaten über Fernidentifizierung. Diese Funktion arbeitet unabhängig von der sichtbaren Nummer und hilft Behörden, den Verantwortlichen zuzuordnen. Sie ersetzt die Klebekennzeichnung aber nicht. Bei älteren Modellen ohne diese Technik bleibt der Aufkleber der einzige Nachweis am Gerät, und deshalb ist er nicht optional, sondern Pflicht.
Was die eID mit Fernidentifizierung zu tun hat
Der Begriff eID steht für eine elektronische Kennung des Betreibers. Sie ist der Kurzname deiner Registrierung und taucht in mehreren Systemen auf, unter anderem in der Fernidentifizierung und in einigen Apps der Flugsicherung. Für dich als Piloten ist wichtig, dass du diese Kennung nicht mit einer Registrierung der Drohne selbst verwechselst, denn das Gerät erhält keine eigene Betreibernummer.
Wer den Begriff sauber verwendet, spart bei Behördenkontakten viel Zeit. Nenne bei Rückfragen immer deine Betreibernummer und nicht eine Modellbezeichnung. Damit ist sofort klar, wer verantwortlich ist, und die Prüfung beschränkt sich meist auf die Frage, ob die Nummer korrekt am Gerät angebracht wurde.
Fristen, Änderungen und typische Fehler
Die wichtigste Frist lautet: Registrierung vor dem ersten Start. Es gibt keine Nachfrist und keinen Probeflug ohne Nummer, weil die Pflicht mit dem Betrieb beginnt. Änderst du deinen Wohnsitz, muss die Registrierung zeitnah aktualisiert werden. Wer die Drohne verkauft, sollte die Nummer vom Gerät entfernen, damit der neue Besitzer nicht unter fremdem Kennzeichen fliegt.
Typische Fehler sind eine Registrierung auf den falschen Namen, ein Aufkleber an einer verdeckten Stelle und die Annahme, die Registrierung des Vorbesitzers dürfe weiterverwendet werden. Auch die Verwechslung der eigenen Nummer mit der eines Freundes kommt vor und endet im Schadensfall in unangenehmen Fragen. Eine kurze Kontrolle vor dem Flug verhindert diese Probleme.
- Registrierung vor dem ersten Start erledigen
- Betreibernummer gut sichtbar und wetterfest anbringen
- Bei Umzug die Anschrift zeitnah aktualisieren
- Nach dem Verkauf die Nummer vom Gerät entfernen
- Betreibernummer und Kompetenznachweis getrennt mitführen
Die Registrierung klingt nach Formalität, ist aber der einfachste Weg, im Streitfall als verantwortlicher Betreiber erkennbar zu sein. Wer sie ernst nimmt, fliegt entspannter und vermeidet Bußgelder, die sonst wegen einer fehlenden Nummer entstehen. Ein Aufkleber, ein Zettel im Ordner und die richtige Nummer im Kopf genügen, um 2026 rechtssicher zu starten.